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ÜBER UNS & PHILOSOPHIE

Wir möchten Ihnen auf dieser Seite einen umfassenden Einblick in unsere Pflege- und Betreuungsphilosophie, unsere Grundgedanken und Zielsetzungen im Rahmen unseres gerontopsychiatrischen Pflegekonzepts geben. Für Ihre Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

PFLEGE- UND BETREUUNGSPHILOSOPHIE

Der würdevolle Umgang mit „gerontopsychiatrischen“ Menschen in ihrer Ganzheitlichkeit steht bei allen Handlungen im Vordergrund. Denn gerade am Lebensabend sind Wünsche, Ängste und Bedürfnisse von herausragender Bedeutung.

Wir bemühen uns die individuellen Bedürfnisse des einzelnen uns anvertrauten Bewohners in die Pflege zu integrieren und stellen diese in den Mittelpunkt unseres Handelns. Religiöse Bedürfnisse sowie ethische Ansichten respektieren wir und versuchen soweit wie möglich darauf einzugehen.
Die Biographie des einzelnen Bewohners erkennen wir als sehr wichtig und formend an und versuchen diese Einflüsse in die Pflege zu integrieren. Die Angehörigen und Betreuer sind daher ein wichtiger Bestandteil und werden, je nach Wunsch des Bewohners oder Möglichkeit integriert. In der Pflege von gerontopsychiatrischen Bewohnern versuchen wir deren Erlebensweisen zu verstehen und angemessen zu interagieren.

Wir wenden in der Pflege aktuelle pflegewissenschaftliche Kenntnisse an und überprüfen unser Handeln immer wieder auf eine angemessene Professionalität. Die Selbstentscheidungs- und Selbsthandlungskompetenz versuchen wir weitestgehend zu erhalten und zu fördern. Hierzu setzen wir eine aktivierende und bewohnerorientierte Pflege ein, die vorhandene Ressourcen erkennt und fördert.

Wir wollen unseren anvertrauten Bewohnern nicht nur eine betreute Unterkunft sondern ein beschützendes Zuhause bieten.

UNSERE GRUNDGEDANKEN

  • Wir versuchen, die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Bewohners in die Pflege zu integrieren und stellen diese in den Mittelpunkt unseres Handels.
  • Wir streben eine ganzheitliche Betrachtung und Pflege des Bewohners an und nehmen körperliche, geistig-seelische und soziale Bedürfnisse gleich wichtig.
  • Wir lehnen uns in der Pflegeplanung und Umsetzung der Pflege an das ABEDL-Modell (Aktivitäten, Beziehungen und existenzielle Erfahrungen des Lebens) von Monika Krohwinkel an.
  • Die Biografie des einzelnen Bewohners erkennen wir als wichtigen und formenden Lebensteil an und versuchen, wichtige Einflüsse in die Pflege zu integrieren.
  • Spirituelle/religiöse Bedürfnisse werden bei uns angenommen; wir versuchen so weit wie möglich darauf einzugehen und die Bedürfnisse des Bewohners auch in diesem Bereich zu erfüllen.
  • Die Lebensqualität des uns anvertrauten Menschen zu erhalten, wiederherzustellen oder zu verbessern ist unser höchstes Ziel.
  • Die Autonomie des Bewohners im Sinne einer möglichst weitergehenden Selbstentscheidungs- und Selbsthandlungskompetenz versuchen wir bestmöglich zu erhalten, zu fördern bzw. wiederherzustellen. Hierzu setzen wir eine aktivierende, bewohnerorientierte Pflege ein, die vorhandene Ressourcen erkennt und fördert. Wir versuchen eine möglichst partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Pflegenden und Bewohnern aufzubauen.
  • In der Pflege dementer Personen steht für uns im Vordergrund deren Erlebensweise zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren.
  • Die Tages- und Nachtstrukturierung wird so weit wie möglich an den Bedürfnissen des Bewohners orientiert. Hierbei versuchen wir jedoch, durch Einsatz geeigneter Maßnahmen eine Umkehrung z.B. des Tag-Nacht-Rhythmus bei dementen Bewohnern zu vermeiden.
  • Wir wenden in der Pflege aktuelle pflegewissenschaftliche Kenntnisse an (personenzentriertes Modell - Positive Personenarbeit von Tom Kitwood, IWP-Integrative Wertschätzende Pflege von Gingelmaier/Kammermaier, Psychobiographisches Modell von Erwin Böhm, IVA- Integrativer Validierender Ansatz von N. Richard und Validation von N. Feil, Mäeutik von C.van der Kooij) und überprüfen unser Handeln immer wieder auf eine angemessene Professionalität.
  • Die Angehörigen werden von uns als zum Bewohner gehörend wahrgenommen, über die Pflege informiert und in die Entscheidungen integriert (soweit dies vom Bewohner gewünscht ist).
  • Im Prozess des Sterbens versuchen wir, den Menschen nicht alleine zu lassen, sondern ihn seinen Wünschen und Bedürfnissen entsprechend angemessen zu begleiten.
  • Fachliches Wissen wird bei uns durch Fort- und Weiterbildung laufend aktualisiert.
  • Wir erfüllen die Fachkraftquote und versuchen diese in der täglichen Praxis umzusetzen.
  • Wir setzen Qualitätszirkel in der Pflege ein, d.h. Mitarbeiter/-innen aus der Pflege beteiligen sich intensiv an der internen Qualitätssicherung bzw. deren stetigen Verbesserung.
  • Unser Pflegeteam trifft sich regelmäßig, um Probleme oder Schwachstellen zu analysieren und zu verbessern.
  • Besuche sind bei uns jederzeit möglich

ZIELSETZUNG ZU UNSEREM PFLEGEKONZEPT

  • Übergeordnetes Pflegeziel

    Die individuelle Lebensqualität des Heimbewohners soll erhalten und nach Möglichkeit verbessert werden. Dazu wird individuell und systematisch ermittelt (Einbeziehung der Angehörigen), was der Bewohner individuell unter Lebensqualität versteht. Diese Bedürfnisse sollen im Rahmen der Möglichkeiten umgesetzt werden.
  • Ganzheitlichkeit

    Die Mitarbeiter begreifen ihre Arbeit als ganzheitliche Betreuung im Bereich der körperlichen, seelischen und geistigen Bedürfnisse der Bewohner. Sie stellen die Beziehungsgestaltung zum Bewohner in den Vordergrund mit dem Ziel der Förderung der Lebensqualität.
  • Individualität

    Der Bewohner wird als individuelles Wesen begriffen und entsprechend betreut. Das bedeutet, dass Ressourcen, Wünsche und Bedürfnisse, wie auch die Pflegeprobleme individuell und systematisch ermittelt, dokumentiert und in entsprechende Betreuungsarbeit integriert werden.
  • Normalität

    Den Bewohnern soll eine Beziehungsgestaltung, ein Lebensumfeld und eine Tagesstruktur geboten werden, die möglichst den gewohnten, vertrauten Verhältnissen entspricht. Ziel ist hierbei, durch die Berücksichtigung der noch vorhandenen Ressourcen möglichst viel Erfolgserlebnisse und Geborgenheit zu schaffen. Auf den Punkt gebracht bedeutet das, das Leben in der Einrichtung so „normal“ wir möglich zu gestalten.
  • Stetigkeit

    Alle tagesstrukturierenden Angebote sollen ausgewogen im Verhältnis zwischen Aktivität und Ruhe sein. Aktivität und Beschäftigungsangebote sollten zur besseren Orientierung stetig zur gleichen Zeit und am gleichen Ort angeboten werden.
  • Aktivierende Pflege

    Die Bewohner werden in ihrer Selbstständigkeit gefördert und unterstützt, damit sie so lange wie möglich auf ihr individuelles Selbsthilfepotenzial zurückgreifen können. Auch der Wunsch nach Passivität und Rückzug (es sei denn, er begründet sich krankheitsbedingt) wird respektiert. Ressourcen werden aktiv gefördert, um sie so lange wie möglich zu erhalten.
  • Selbstbestimmung und Selbstständigkeit des Bewohners

    Die Mitarbeiter setzen sich bewusst und reflektiert mit dem Selbstbestimmungsrecht des Bewohners auseinander. Es erfolgt ein intensiver reflektierter Entscheidungsprozess im Team, in Zusammenarbeit mit dem Bewohner und der Angehörigen, wenn der Bewohner sein Selbstbestimmungsrecht so ausübt, dass er Entscheidungen triff, die möglicherweise negative Folgen für ihn haben können. Wir achten und respektieren die Selbstbestimmung unserer Bewohner/-innen. Dies stellt eine wichtige Grundlage unseres Handelns dar. Die ständig wachsende Anzahl gerontopsychiatrisch veränderter Menschen fordert deshalb unsere höchste Aufmerksamkeit. Orientierungsproblemen, Angstzuständen, Stimmungsschwankungen und Gefahren wie mögliches Stürzen und Weglauftendenzen gilt es in angemessener Form zur begegnen. Unter Wahrung der Würde und Berücksichtigung persönlicher Bedürfnisse bieten wir situationsgerechte und individuelle Lösungen, um bestmögliche Sicherheit zu garantieren. Einschränkungen jeglicher Art werden weitestgehend vermieden. Die Zusammenarbeit mit Angehörigen, Betreuern und Ärzten erfährt dabei einen hohen Stellenwert. Transparenz gegenüber Aufsichtsbehörden sowie korrekter Umgang in Bezug auf gesetzliche Bestimmungen haben für uns höchste Priorität.
  • Würde des Bewohners

    Die Würde des Bewohners ist unantastbar. In den Pflege- und Prozessstandards wird nähere Auskunft darüber gegeben, wie dieser Grundsatz in der entsprechenden Beziehungsgestaltung zu berücksichtigen ist.
  • Förderung der Pflegebereitschaft von Angehörigen

    Angehörige werden in den Betreuungsprozess einbezogen. Sie erhalten Gelegenheit, sich an der Pflege und Betreuung zu beteiligen, erfahren fachliche Beratung und Hilfe und werden in das Einrichtungsleben integriert.
  • Koordinierung mit anderen Hilfsangeboten

    Die Einrichtung baut ein systematisches Kooperationsnetz auf - sowohl innerhalb der Einrichtung zwischen den einzelnen Berufsgruppen, als auch außerhalb mit den behandelnden Fachärzten, Hausärzten, den umliegenden Krankenhäusern etc.
  • Pflegeleistungen nach anerkanntem Stand der Wissenschaft

    Die Qualität der pflegerischen Leistungen beruht auf Pflegestandards, die in der Einrichtung als bindende Vorgabe existieren und angewendet werden. Die Standards werden regelmäßig durch eine Arbeitsgruppe anhand der aktuellen Fachliteratur überarbeitet und an den aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst.
  • Erbringung der Leistung hinsichtlich der religiösen Bedürfnisse der Bewohner

    Die Bewohner haben grundsätzlich ein Recht auf die Ausübung von religiösen Bedürfnissen. Gewohnheiten und Bedürfnisse diesbezüglich werden grundsätzlich erfasst und berücksichtigt. Anmerkung: Diese Zielsetzungen orientieren sich an den Qualitätsrichtlinien §80SGB XI..
  • Mitarbeiterorientierte Ziele

    Hier werden Ziele erarbeitet, die mitarbeiterorientiert sind. Sie betreffen die Motivation, die Arbeitszufriedenheit und Unternehmenskultur. Stichpunkte hierzu:
    • Für die Mitarbeiter sind Arbeitsplatzbeschreibungen vorhanden.
    • Es wird ein kooperativer und partizipativer Führungsstil angestrebt und regelmäßig im Team reflektiert.
    • Es wird Wert darauf gelegt, dass möglichst viel Handlungs- und Entscheidungsspielraum für die Mitarbeiter vorhanden ist, um die Motivation und damit auch die Arbeitszufriedenheit zu erhöhen.
    • Den Bedürfnissen der Mitarbeiter wird insofern Rechnung getragen, als zur Bearbeitung von Konflikten, zur Reflexion von problematischen Situationen, für kollegiale Fallbesprechungen, etc. dem Team entsprechender Besprechungszeitraum zur Verfügung gestellt wird.
    Alle Mitarbeiter haben das Ziel, versuchen die Beziehung zum Bewohner so zu gestalten, dass eine professionelle Beziehung entsteht, die auf folgenden Qualitäten aufbaut:
    1. Akzeptanz des Bewohners
    2. Interesse für die Bewohner
    3. Empathie (Einfühlung)
    4. Wertschätzung
    5. Kongruenz (Echtheit, Offenheit)
    6. Vertrauen
    7. Ausgewogenes Verhältnis zwischen Nähe und Distanz
    8. Ausstrahlung von Ruhe und Gelassenheit. Strikte Vermeidung von Lärm, Unruhe und Hektik.
    9. Reflexionsfähigkeit der Pflegekraft

KONTAKT

Daniela Winkler
Heimleitung

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daniela.winkler@pflegeheim
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